So schmeckt Bad Soden
Warum in der Premiumstadt die halbe Welt auf dem Teller liegt
Inken Hegner · · Genuss-Geschichten

Symbolbild · KI-erzeugt
Warum in der Premiumstadt die halbe Welt auf dem Teller liegt
Wer durch Bad Soden bummelt, hat die Welt in Riechweite. Aus der einen Tür zieht der Duft von Knoblauch und Basilikum, aus der nächsten Zitronengras und Ingwer, ein paar Schritte weiter Kardamom und frisch gebackenes Fladenbrot. Für eine Stadt dieser Größe ist die Dichte an Restaurants, Cafés und Bistros bemerkenswert – ein Angebot, wie man es sonst eher aus Großstädten oder aus Urlaubsorten kennt. Manche deutlich größere Nachbarkommune kann da nicht mithalten.
Verteilt ist das kulinarische Angebot über das ganze Stadtgebiet: Der Schwerpunkt liegt in der Kernstadt rund um Innenstadt und Kurpark, doch auch Neuenhain und Altenhain haben ihre festen Adressen. Und die Szene bleibt in Bewegung. Mal verabschiedet sich ein Wirt in den Ruhestand, mal wechselt ein Lokal den Namen, dafür öffnet an anderer Stelle etwas Neues. Unterm Strich bleibt die Auswahl erstaunlich stabil – ein gutes Zeichen für eine lebendige Gastronomie.
Am stärksten vertreten ist Italien: von der Nachbarschaftspizzeria über die familiengeführte Trattoria bis zur ambitionierten Küche mit Weinkarte. Dicht dahinter folgen die asiatischen Adressen – chinesisch, japanisch, thailändisch, indisch, vietnamesisch und koreanisch. Dazu kommen griechische, türkische, kroatische, persische und syrische Lokale, die Würze und Temperament in die Stadt bringen. Auch Burgerläden, Sushi-Bars, Fischrestaurants sowie amerikanische und mexikanische Konzepte gehören zum Bild.
Und die heimische Küche? Die hat ihren festen, geschätzten Platz: mit regionalen Zutaten, saisonalen Karten und Klassikern wie Handkäs mit Musik und einem Glas Äppelwoi. Ergänzt wird das Ganze von Cafés und Bistros mit Kaffeespezialitäten, hausgemachtem Kuchen und kleinen Mittagsgerichten – viele davon mit Terrassenplätzen in verkehrsberuhigter Lage.
Fremde Küchen, heimisches Publikum
Dass es hier so vielfältig zugeht, hat Gründe. Bad Soden zieht seit Jahren Menschen aus aller Welt an. Viele pendeln beruflich nach Frankfurt und bringen ihre kulinarischen Vorlieben mit. Hinzu kommen Ausflügler und Wochenendgäste, die das gepflegte Stadtbild, den Kurpark und das entspannte Flair schätzen – und dabei gerne einkehren.
Ob schnelles Mittagessen, langes Abendessen, Cappuccino zwischendurch oder ein Glas Wein zum Feierabend: In Bad Soden braucht es für eine kleine Weltreise nicht mehr als ein paar Schritte zu Fuß.
Inken Hegner ·

